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Europaprojekttag 2017 gemeinsam - ganz im Sinne der EU ohne Binnengrenzen

– an den bbs1celle und an der Europaschule Albrecht-Thaer-Schule- BBS III Celle

CELLE 05.05.2017. Der diesjährige Europaprojekttag an den bbs1 und der Albrecht-Thaer-Schule- BBS III weckte großes Interesse bei vielen Klassen. Ab 09:00 Uhr konnten sie durch die Flure und Räume der bbs1 wandeln und sich über die Vielfältigkeiten, die Europa zu bieten hat, informieren. Besonders die südlichen Mitgliedsländer der EU Spanien und Portugal waren angesagt. Die Fachoberschule und das Berufliche Gymnasium Wirtschaft präsentierten ihre Eindrücke der „península ibérica“, während die Fachschule Sozialpädagogik ihre Erfahrungen aus der praktischen Ausbildung in den Kindergärten deutscher Schulen in Bilbao, auf Teneriffa und Gran Canaria vorstellte. Aber auch aus Großbritannien gab es Neues zu berichten. Berufsschülerinnen und -schüler aus dem Bereich Industrie, Büro-, Groß- und Außenhandel konnten mit Hilfe des Programmes Erasmus+ in Bristol und Torquay andere und ähnliche Arbeitsschwerpunkte kennenlernen. Weiterhin bestand für die Besucher des Projekttages die Möglichkeit, Europa spielerisch zu erleben. Bei „Typisch EU – Teste deine europäische Länderzuordnungskompetenz“, einem „Europa Memory“, einem selbst erstellten „Europa-Activity“ und mit dem Smartphone den „Actionbound – Europa mal anders …“ konnte das eigene Wissen über die 28 EU-Mitgliedstaaten überprüft werden. Alle Spiele wurden von der Fachschule Sozialpädagogik entwickelt und betreut.



Mit dem Lied „Imagine“ von John Lennon eröffneten Carla Liesel Brits und Daniel Teske (Berufsfachschule Sozialassistent/in, Schwerpunkt Sozialpädagogik) dann um 10:00 Uhr die Festveranstaltung. Im Anschluss begrüßten Helmut Ehrenberg, Schulleiter der bbs1, und Dr. Henning Lüders, stellv. Schulleiter der ATS-BBS III, die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Schulöffentlichkeit. Ziel des alljährlichen Europaprojekttages ist es, Jugendliche zusammenzubringen, aber auch den Austausch mit Politikern zu ermöglichen, um den jungen Menschen auf diese Weise das Funktionieren und die Vorteile der EU Staatengemeinschaft nahe zu bringen.



Aus diesem Grund stellten die diesjährigen Gastredner Bernd Lange, seit 1994 Europaabgeordneter aus Niedersachsachsen und derzeit Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, und Harm Adam, Vorsitzender der Europa-Union, Kreisverband Göttingen, die Frage: „Was geht mich Europa an?“ in den Mittelpunkt ihres Vortrages. Fragen wie: „Kann ich überall in Europa sauberes Wasser trinken?“ oder „Wird meine Kosmetik ohne Tierversuche hergestellt?“ weckten das Interesse der Zuhörer. Beide Politiker bekräftigten aber auch, dass Europa „runderneuert“ werden müsse und die Verantwortung bei jedem einzelnen liege. Nur so könnten wir unsere Werte wie Demokratie und freie Meinungsäußerung bewahren. Mit dem Beispiel der Kakaobohnenernte in Ghana machten Bernd Lange und Harm Adam deutlich, welchen Einfluss jeder einzelne mit alltäglichen Kaufentscheidungen auf die Globalisierung habe. Solange wir zuließen, dass die Arbeit von Kindern erledigt werde, würden wir weiterhin Probleme wie die Flüchtlingskrise nicht lösen können.


Bernd Lange und Harm Adam stellten sich außerdem den Fragen der Zuhörer und bezogen Stellung zu verschiedenen aktuellen Themen der Politik. Besonders die anstehenden Wahlen in Frankreich beschäftigten die Schülerinnen und Schüler. Beide Politiker waren sich hier einig: Wenn Le Pen gewinne, wäre die EU verloren. Die Rechtspopulisten dürften auf keinen Fall an die Macht kommen. Hier betonten sie vor allem den Stellenwert des Politikunterrichts und forderten dazu auf, vom Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen. Der Appell an alle wurde klar: Demonstrieren für Europa und stärker solidarisch für die Rechte von Minderheiten eintreten, damit wir weiterhin in Freiheit leben können.



Im zweiten Teil der Festveranstaltung widmete man sich dann der praktischen Realisierung des europäischen Gemeinschaftsgedanken, indem die derzeit laufenden und wiederkehrenden Europaprojekte präsentiert wurden:

In diesem Zusammenhang stellten die Schülerinnen der Fachschule Sozialpädagogik ihre Erfahrungen, die sie während ihrer praktischen Ausbildung am Lernort Praxis in Spanien gemacht haben, vor. Ermöglicht wurde das Ganze durch das Programm Erasmus+, das besonders das lebenslange Lernen, sprachliche Vielfalt und die Mobilität fördert.

Ergänzt wurden die Berichte von Grußworten zweier finnischer Studentinnen Laura Jussila und Eveliina Lindgren, die zur Zeit praktische Erfahrungen als Erzieherinnen in der städtischen Kindertagesstätte Gertrud-Kock-Haus sammeln.


Im nächsten Schritt übergaben Birgit Schumacher und Kathrin Behrendt, stellvertretend für die EU-Mobilitäten beider Schulen, die Euro-Pässe für die Auszubildenden der kaufmännischen Berufsschule.

Zum Ende rundete das Lied „Demons“ von den Imagine Dragons Veranstaltung mit einem weiteren musikalischen Beitrag ab.

Viele Mitglieder beider Schulgemeinschaften waren an der Gestaltung des Tages beteiligt. Daher gelang es den bbs1 und der ATS-BBS III Celle mit Hilfe von Schülerinnen, Schülern und engagierten Lehrerinnen und Lehrern, einen gelungenen Europaprojekttag zu feiern, der den Besuchern das Leben und Arbeiten in der Europäischen Union auf vielfältige Weise näher brachte und widerspiegelte, dass der Europagedanke an beiden Schule gelebt wird.

Text: Karola Edler und Bianca Pukrop


 
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