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Berichte der Schulinspektion 2007 (Zusammenfassung)

Die Albrecht-Thaer-Schule ist durch eine lange Tradition der Berufsbildung in den Bereichen Hauswirtschaft und Agrarwirtschaft geprägt, die die Basis sowohl für das eigene Selbstverständnis in großen Teilen des Kollegiums als auch für den großen Bekanntheitsgrad der Schule in der Region und darüber hinaus ist. Gleichzeitig präsentiert sich die Schule durch viele schulische Projekte, Vorhaben und Veranstaltungen auch als eine moderne Schule, in der der pädagogische Ansatz einer Produktionsschule weitgehend umgesetzt wird.

Dieses gleichermaßen von Tradition und Modernität geprägte Profil der Schule wird durch eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Aktivitäten der großen Fördervereine, durch viele Veranstaltungen - vor allem in der Außenstelle - und durch die intensive Zusammenarbeit mit den vorgelagerten allgemein bildenden Schulen bekannt gemacht.

Die duale Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben und die Zusammenarbeit mit den Organisationen und Verbänden werden durch zahlreiche informelle Kontakte auf verschiedenen Ebenen der Schule gepflegt. Die Prüfungsausschussarbeit und die Durchführung von Berufswettbewerben werden durch Lehrkräfte in vielen Bereichen unterstützt. Diese vorhandenen Beziehungen werden nicht in allen Bereichen systematisch für eine gemeinsame inhaltliche Ausgestaltung der Ausbildung genutzt.

Der schulische Alltag ist geprägt durch ein besonders gutes Schul- und Unterrichtsklima. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich an dieser Schule in der großen Mehrzahl sicher und wohl. Dazu tragen u. a. angenehme Aufenthaltsbereiche im Gebäude und auf dem Außengelände, das vielfältige, zum großen Teil selbst hergestellte Speisenangebot und viele Schulveranstaltungen bei.

Das gute Klima findet sich auch im Unterricht wieder, wo das Lernen durch angenehm gestaltete Unterrichtsräume und gut ausgestattete Funktionsräume sowie professionell auftretende Lehrkräfte sehr gut unterstützt wird. Die Bedeutung der Unterrichtsinhalte und -ziele für die jeweiligen beruflichen Arbeitsprozesse, die Nähe des Unterrichts zur beruflichen Realität und der unmittelbare Lebensbezug werden in den meisten Unterrichtsstunden deutlich und zeigen so die positiven Auswirkungen der Orientierung am Ansatz der Produktionsschule.

Demgegenüber gibt es bei Förderung des selbstständigen und gemeinsamen Lernens deutliche Verbesserungsbereiche. Didaktische Konzeptionen, die die unterschiedliche Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern berücksichtigen und in denen sich Aufgabenstellungen finden, die anhand von interessanten Problemstellungen das entdeckende Lernen fördern, finden sich nicht im gewünschten Umfang.

In der Vielfalt der durchgeführten Projekte und Aufträge zeigen sich auch die großen individuellen Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Lehrerinnen und Lehrer, die sich in weiten Teilen der Schule mit großem Engagement und großer Motivation immer wieder neuer Aufgabenstellungen annehmen. Sie erfahren insbesondere durch die Schülerschaft, die gegenseitige Unterstützung im Kollegium und die positive öffentliche Wirkung
ihrer Arbeit Bestätigung.

Die daraus erwachsenden Belastungen werden von Teilen des Kollegiums kritisch wahrgenommen, sicherlich auch vor dem Hintergrund einer angespannten Personalsituation und einer veränderten Schülerschaft, die eine zunehmend intensivere Betreuung und Unterstützung im Lernprozess benötigt.

Die innerschulischen Organisations-, Kommunikations- und Verantwortlichkeitsstrukturen tragen in dieser Hinsicht derzeit in zu geringem Maße zur Entlastung und zur besseren Konzentration auf das unterrichtliche Kerngeschäft bei. Viele Prozesse der wiederkehrenden, alltäglichen Schularbeit, sowohl im Verwaltungs- als auch im pädagogischen Bereich, können durch die Intensivierung von Verabredungen und Beschlüssen sowie deren sicherer Umsetzung, Überwachung und Nachverfolgung im Rahmen klarer Verantwortungszuweisungen und verbindlicher Arbeitszusammenhänge entwickelt und verbessert werden.

Für die Schulentwicklungsvorhaben, die aktuell durch den begonnenen EFQM-Prozess initiiert werden, findet sich nur ansatzweise ein Projektmanagement mit klaren Aufgabenund Zielfestlegungen, festgelegten Zeitvorgaben und einer vereinbarten Überprüfung der Zielerreichung. Mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems, mit dem die schulischen Prozesse dokumentiert werden, eine gezielte Steuerung der Schlüsselprozesse erfolgt und die schulischen Leistungs- und Entwicklungsdaten regelmäßig erfasst und bilanziert werden, ist begonnen worden.


Zum vollständigen Bericht

Bericht der Schulinspektion 2007 (PDF, 162,3 kB)


 
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